Einkaufserlebnis ist im eCommerce (k)ein Widerspruch

Die Entwicklung, die das Online-Einkaufen genommen hat, ist rasant. Von den simplen Anfängen, im Netz Artikel online einzukaufen, bis hin zu den hochentwickelten Shop-, Bezahl- und Optimierungssystemen kommt es einem vor, wie die Reise von der Erfindung des Rades bis hin zum Autonomen Fahren.

Die aktuell erfolgreichsten Shops sind vollgepackt mit Optimierungen, die alles einem Ziel unterordnet – dem finalen Klick zum Kauf. Das ist auch richtig so. Denn abgesehen davon, dass die Conversion das ist, was den erfolgreichen vom weniger erfolgreichen Shop unterscheidet, ist es gerade der Umgang mit Data und Technology, der das Feld E-Commerce so spannend macht. Während der Stationäre Handel immer noch ein sehr unklares Bild über Kundensegmente und -Ströme hat, und dementsprechend unsicher plant und agiert, kann der Online Handel auf validen Informationen aufbauen. Die Customer Journey vom Betreten des Shops bis zum Kaufabschluss ist absolut mess- und nachvollziehbar. Barrieren können entdeckt und beseitigt werden. Empfehlungen reizen zum Steigern des Warenkorbwerts. Das macht E-Commerce reizvoll und einzigartig.

Das Einzige was der Online Handel vermeintlich nicht kann, ist es, ein Einkaufserlebnis zu vermitteln. Natürlich ist diese Aussage etwas pauschal getroffen. Aber dennoch überlassen es viele Shops immer noch Google, Traffic für den letzten Schritt der Customer Journey zu bringen. Dabei könnten Shops doch viel inspirierender sein. Warum werden Blogs immer noch als reine SEO-Notwendigkeit gesehen, und nicht zum integralen Bestandteil des Shops?

Die Menschen lieben den Einkauf in den Ikea Filialen, weil die einzigartige Zusammenstellung der Wohnwelten dem Kunden eine Vorstellung davon geben, wie es bei einem selbst zu Hause aussehen könnte. Lange Zeit wurde diese Quelle der Kreativität und Inspiration im Online Shop vernachlässigt. Durch die entrückten weißen Hintergründe und die Verwendung von CADartigen-Daten, wirkten die Möbel entrückt und qualitativ minderwertig. Das hat sich radikal geändert. IKEA versteht es wie fast kein anderer, eine Mischung aus Lifestyle, Blog, Hilfethemen und Shop zu realisieren. Damit beweist der schwedische Möbelriese, das Shop-Konzepte weit mehr als nur die Warenpräsentation leisten können. Das ist absolut vorbildlich und lässt erahnen, wie Einkaufserlebnis im Netz aussehen kann.

Sicherlich gibt es auch andere Paradebeispiele wie z.B. ‚about you‘, die Storytelling und Shop außerordentlich gut miteinander verbinden. Vor allem hat das Team um Tarek Müller eines sehr früh verstanden: Wie man Stories mit zusätzlichen Erträgen verbinden kann. Stichwort Retail Media.

Unter Retail Media versteht man die Monetarisierung von Shop-Reichweite durch die Einbindung von Werbeplacements in den Shop. Dies kann einerseits durch die Schaltung klassischer werblicher Inhalte geschehen, andererseits aber auch durch interessante und spannende Geschichten der Partner eines Shops. Warum sollte ein Wanderschuhhersteller in einem Outdoorshop nicht über die letzte Expedition mit den eigenen Schuhen berichten? Die Themen können hier breit und vielfältig aufgestellt sein und von emotionalen Erlebnisstories bis hin zu Hilfe-Content reichen. Alles möglich, solange der jeweilige Inhalt für die User Relevanz hat. Mit der Plattform der Retail Media Alliance ergibt sich zusätzlich die einfach zu nutzende Gelegenheit, solche Artikel ohne harten Eingriff ins CMS bzw. Shopsystem zu veröffentlichen. Das bedeutet, dass an jeder beliebigen Stelle im Shop Teaser verbaut werden können, die auf diese Artikelseiten verlinken. Ausgespielt werden die sogenannten Advertorials dann auch nur in dem Rahmen, der durch den Partner gebucht und bezahlt wird. So schlagen Shop-Besitzer gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Der Shop wird um hochwertige Inhalte bereichert, zusätzlich wird die wertvolle Reichweite monetarisiert.

Sicherlich ist Retail Media nicht der einzige Schlüssel zu mehr Einkaufserlebnis im E-Commerce. Es kann aber wie gezeigt einen entscheidenden Einfluss haben. Durch die Retail Media Erträge können darüber hinaus sogar die Kosten für die allgemeine Content-Erstellung subventioniert werden.

Hier die ersten Schritte, wie Sie Ihrem Shop mehr Erlebnischarakter verleihen können:

  • Machen Sie aus Ihrem Shop gedanklich eine Themenwelt.
  • Überlegen Sie, warum Menschen die Produkte Ihres Shops kaufen. Hinter jedem Einkauf steckt ein verborgenes Bedürfnis – nach Anerkennung, nach Jugend, nach Entspannung usw.
  • Kreieren Sie Inhalte, die für diese Bedürfnisse Relevanz haben und bauen Sie sie in Ihren Shop ein. Dabei sollten die Themen integraler Bestandteil werden und nicht ein separates Universum darstellen wie ein Blog.
  • Dafür muss im ersten Schritt kein komplettes Redesign gemacht werden. Wachsen Sie mit den Inhalten.
  • Nutzen Sie die Möglichkeit, mit bezahlten Advertorials zusätzliche Erträge zu erwirtschaften. Mit der Plattform der Retail Media Alliance können Sie diese technisch schnell und einfach einbinden.
  • Behalten Sie währenddessen alle Maßnahmen zur Conversion-Optimierung bei. Nur die Kombination aus Erlebnis und Technologie bringt den vollen wirtschaftlichen Erfolg.